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Rheinpegel-Köln

Anrudern und Trainingsverpflichtung

Passendes Timing und stimmiger Rahmen: Der Rudervorstand bewies mit der Terminierung nach Beendigung der Trainingslager der Nationalkader in Sabaudia Geschick und so feierten viele Aktive zusammen mit den Kaderathleten den offiziellen Saisonstart, das Anrudern, im Stammheiner Bootshaus. Da kam nach vollbrachter Anstrengung der gemeisterten Rheinkiliometervon Honnef nach Stammheim das Kuchen-Buffet von Frau Pawlik gerade recht, um verbrauchteEnergien wieder aufzutanken.

Die Veranstaltung bildete gleichzeitig den Rahmen für eine seltene Ehrung, die  Abteilungsleiter Dr. Jörg Friedrich als Ass aus dem Ärmel zaubern  konnte.

                        

 In Vertretung für den verhinderten DRV-Ressortleiter Bildung und Wissenschaft Volker Grabow verlieh er Trainer Ralf Müller (im Bild li.) zunächst die Verbandsauszeichnung des DRV für Rudertrainer in Gold.

Diese höchste Trainerauszeichnung ist noch nicht vielen Trainern zuteil geworden, da man als Kriterium der Verleihung der Bootstrainer bei einer A-Weltmeisterschaft (offenen Bootsklasse) ge-wesen sein muss, der ein bzw. mehrere Medaillengewinne ( 1x Gold oder 2x Silber oder 3x Bronze) erreicht hat. Ralf Müller hat diese Auszeichnung als erster RTHC’ler überhaupt durch die Goldmedaillebeim Vierer mit und die Silbermedaille beim Vierer ohne bei den Weltmeisterschaften in Eton 2006 erlangt. Hier hatte er die Boote zusammen mit dem zuständigen Bundestrainer Christian Vieth betreut.

    Schon 1931 wurde zwar der Antrag für Jürgen Stange beim DRV für eine vergleichbar hohe Auszeichnung gestellt, jedoch reichten dessen damaligen Erfolge aus der Sicht des Verbandes zur Erlangung der Auszeichnung  nicht aus.

Mit dem Hut des ebenfalls verhinderten RTHC-Vorsitzenden Dr. Christian Ohm  konnte sich das Ehe-
paar Müller anschließend aus der Hand des Abteilungsleiters im Namen des Gesamtvereins über Karten für die Vorstellung der Blue Man Group freuen.

 

Schließlich bat Dr. Friedrich die aktuelle Trainingsmannschaft an die Front, die von Ralf Müller unter lebhaftem Beifall vorgestellt wurde.

Unter Berufung auf die heutigen Gepflogenheiten der aktuellen Generation machte Dr. Friedrich einen Ausflug in die Ruderhistorie, indem er aus der Ruderordnung des Jahres 1950 verschiedene Trainings-Vorschriften zitierte, die mit allgemeinem Schmunzeln qiuttiert wurden:  So durfte ohne Genehmigung der Trainingsleitung niemand das Training beenden, den Anordnungen und Befehlen des Instruktors war unbedingter und widerspruchsloser Gehorsam geschuldet. Nur die vom Instruktorangesetzten Fahrten durften ausgeführt werden. Während der Ruderei durfte nicht gesprochen werden, der Genuß von alkoholischen Getränken (Schnäpse, Kognaks etc.) sowie das Rauchen waren strengstens untersagt.  Während der gesamten Trainingszeit schließlich verzichtete der Ruderer freiwillig auf die Teilnahme an Vergnügungen und Festlichkeiten und in geschlechtlicher Beziehung war Enthaltsam-
keit geboten.

Diese Ausführungen  hatten anschließend angeregte Diskussionen zu Folge, so dass  der Nachmittag ein
kurzweiliges Ende nahm.                                                         
                                    Günter Schulte